29.01.2022 Itinerant by Synesthetic Project

Aktualisiert: 28. Jan.

Start 19:30/20:00

"Itinerant" ist eine multidisziplinäre Performance, die sich mit den Begriffen der kulturellen Identität und Zugehörigkeit auseinandersetzt. Es ist eine Geschichte des Wanderns und Beruhigens, des Einpassen und Herausragens. Es spricht von Migranten und Reisenden, von denen, die gegangen sind und von denen, die gekommen sind, von denen, die das Vertrauen der Zugehörigkeit gegen die Freizügigkeit ausgetauscht haben. Es untersucht unseren Identitätssinn und die Art und Weise, wie wir erfahren, wer wir sind, woher wir kommen und wo wir ankommen. Die Autorin nutzt ihre eigene Lebenserfahrung in einer Kultur, die nicht ihre eigene ist, sowie die Erfahrungen ihrer Kollegen und gießt sie in Szenen und Musikstücken ein. Fünf Musiker und zwei Tänzer, Expats / Immigranten aus acht verschiedenen Kulturen, führen Stücke und Situationen auf, die ihre kulturellen Bindungen beschreiben und versuchen, ihre Identität zu verstehen, indem sie sich Geschichten darüber erzählen, wer und was sie sind. Das musikalische Programm basiert sich auf Liedern als stärkstem Kulturträger und reicht von Schubert und Mozart, die das Lebenszentrum der Autorin in Wien darstellen, über Stücke des 20. Jahrhunderts wie das Titelstück von Toru Takemitsu "Itinerant" (eng. Wanderer, Reisende) bis zum traditionellen Lieder. Musik, Tanz und Video begegnen sich spielerisch und trennen sich in ihrer Art, die Geschichten der Künstler zu beschreiben: das Gefühl der Fremdheit, die Schuld des Verlassens, die Romantisierung eines neuen Zuhauses, die daraus resultierende Ernüchterung, die Aggression, die aus dem Gefühl entsteht, nicht akzeptiert und missverstanden zu werden, die Trauer das folgt unerbittlich: schließlich eine Akzeptanz der Komplexität der Identität und ein Fest der Vielfalt.

Das Synesthetic Project ist ein interdisziplinäres Performance-Ensemble mit Mitgliedern aus Indonesien, Kroatien, Mexiko, Serbien, Slowenien und den USA. Es verbindet klassische Musik und zeitgenössische Kunstformen wie Video, Live-Visuals und Tanz. Das Projekt ergründet die Konzepte von Verständnis, Toleranz, Kommunikation, gegenseitigem Geben und Empfangen. Dahinter steht das Ziel, eine Welt zu schaffen, in der die Vielfalt gefeiert wird. Künstler*innen und Publikum sollen sich ohne Vorurteile oder Grenzen von Zeit, Stil und Medium begegnen und in das Gegenüber hineinversetzen können.

KünstlerInnen: Nika Bauman (Flöte, Künstlerische Leitung), Ana Marković (Klavier), Iva Casián-Lakoš (Cello), Tomaž Zevnik (Klarinette), Marko Ferlan (Gitarre, Djembe), Anna Bárbara Bonatto (Tanz), Rino Indiono (Tanz), Toni Mijač (Video)

Program:

Toru Takemitsu: Itinerant für solo Flöte Franz Schubert: Introduktion und Thema „Trockne Blumen“ für Flöte und Klavier Vasilij Mokranjac: Tänze 1-4 für Klavier Wolfgang Amadeus Mozart: Ah perdona al primo affetto für Flöte, Klarinette, Cello und Gitarre (arr.) Mak Murtić: Mavky für Flöte, Klarinette und Violoncello Maurice Ravel: Kaddish für Cello und Klavier Kro. Trad.: Zvizde mi kažu, a capella Mex.Trad.: La Llorona für Stimme und Ensemble Oscar Antoli: Tortussak für Ensemble

Trailer:

https://www.youtube.com/watch?v=ck89MAlXMis

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